Wandsbeker Hundetipps
In den nächsten Wochen erscheinen hier Tipps für Hunde und Hundebesitzer aus Wandsbek, Farmsen, Hamburg-Ost, ganz Hamburg.
Fangen Sie doch schon einmal mit der Arbeit an: Sie beobachten ihren Hund bei einem Spaziergang. Wenn er zu Ihnen hinschaut, werfen Sie sofort ein Leckerchen vor ihre Füße. Wenn er es nicht gesehen hat, sammeln sie das Leckerchen wieder auf und reageren das nächste Mal schneller. Wenn er es gesehen hat, wird er wohl ankommen und es fressen. Sie sprechen ihn nicht an!!! Sie rufen ihn nicht. Er schaut sie freiwillig an und dafür bekommt er ein Leckerchen. Wenn ihr Hund verstanden hat, daß er, immer wenn er zu ihnen schaut, ein Leckerchen bekommt, wird er immer öfter gucken und sich auch nicht mehr so weit entfernen. Und: Alle vier Pfoten bleiben auf dem Boden.
Wie oft haben Sie schon gehört, daß ein Welpe noch "Welpenschutz" hat und wir Menschen deswegen nicht eingreifen brauchen wenn getobt wird? - Welpenschutz in diesem Sinne gibt es leider nicht! Wir Hundehalter sind gefragt, den jungen Hund nicht mobben zu lassen, kein Anrempeln dulden, keine wilden Hetzspiele. Welche Erfahrungen ergeben sich daraus für den Welpen, wenn wir ihn nicht schützen? "Artgenossen sind furchtbare Wesen. Wenn ich einmal groß bin, werde ich es denen aber zeigen!" Damit wird dann die zukünftige Artgenossenaggression angelegt.
Warum bellen Hunde? - Sie sagen Bescheid, ohne Wertung, weder positiv noch negativ. Wenn ein Hund zum Dauerbellen neigt, z.B. wenn es an der Tür klingelt, reagiert der Besitzer, aus Sicht des Hundes, nicht richtig. Der Besitzer ist nicht aufmerksam genug, nicht schnell genug an der Tür. Also muß Bello mal wieder die Führungsrolle übernehmen. Verändern könnte ich das Verhalten des Hundes durch ein Klingeltraining. Ich klingel selber immer mal wieder an der Tür und bin dann ja schon da. Wenn der Hund genervt durch das häufige klingeln und der Tatsache, daß ich die Sache im Griff habe, nicht bellt, wird er sofort über Futter bestätigt.
Wenn Sie mit Ihrem Hund arbeiten möchten, stellen Sie doch als erstes einmal fest, wieviel ihr Hund schon richtig macht. Wenn Sie genau beobachten, wird es eine ganze Menge sein: er läuft ein paar Schritte neben Ihnen, er kommt im Galopp zu Ihnen, er setzt sich, wenn Sie mit Ihrer Nachbarin schnacken, er schaut sie an. Und das alles ohne Kommando! Das sollte doch gelobt und bestätigt werden!!!! So schaffen Sie eine angenehme und stressfreie Lernatmosphäre für Ihren Vierbeiner. Auch wir Menschen lernen ja deutlich besser, wenn wir das Gefühl haben, wir machen alles richtig.
